Immobilienmakler im Fokus
Der Immobilienmakler an sich ist für Außenstehende nicht immer leicht zu verstehen. Wer sich jedoch mit den Leistungen von Immobilienmaklern ernsthaft befasst oder sie gar beauftragt, ist nicht selten enttäuscht.
Der Immoverlag ist seit vielen Jahren kritischer Beobachter der Immobilienmakler-Szene sowie deren Organisationen und kommt immer häufiger zum Ergebnis: Die meisten Immobilienmakler sind ihr Geld nicht wert, schlecht oder gar nicht ausgebildet, erfolglos.
Wer solch einem Makler sein Haus oder seine Wohnung zur Vermietung oder zum Verkauf anvertraut, zahlt am Ende immer drauf.
Dies weiß auch Aaron Panoptes, der nach vielen Jahren Immobilienmaklertätigkeit ausgestiegen ist und mit seinem Buch "Immobilienmakler - inkompetent, faul, frech, teuer" nun aktive Verbraucheraufklärung betreibt.
Alles Panikmache?
Keineswegs. In einer Branche, wo es weder Zugangsbeschränkungen noch Ausbildungspflicht gibt, ist nicht nur alles möglich, sondern auch vieles der ganz normale tägliche Wahnsinn.
Knebelverträge, Falschberatungen, mangelnde Aktivitäten sind nur einige Mängel mit denen sich Kunden von Immobilienmaklern herumschlagen müssen, wenn sie an den falschen geraten.
Hinzu kommt die praktizierte Einfältigkeit der Makler, mit denen sich insbesondere Verkäufer und Vermieter von Häusern und Wohnungen herumärgern müssen. Innovative Vermarktungskonzepte -wie bspw. das private Bieterverfahren- sind ebenso Mangelware wie die leistungsbezogene Abrechnung erbrachter Dienstleistungen. Abgerechnet wird pauschal. Womit die wenigen "Glücklichen", die der durchschnittlichen Erfolgsquote des jeweiligen Maklers angehören (völlig "normal" ist kleiner 10%), die große verbleibende Masse mitfinanzieren dürfen.
Vorsicht Falle
Immobilienmakler sehen sich weder behördlicher Kontrollen noch nennenswerter öffentlicher, fachlich fundierter Kritik ausgesetzt. Wir arbeiten zwar dran und versuchen für das Thema Maklerbeauftragung und -nutzung weiter zu sensibilisieren, gleichwohl muss jeder einzelne Verbraucher jedoch aufgefordert werden, selbst tätig zu werden.
"Drum prüfe wer sich monatelang bindet und kein Geld verlieren möchte" könnte das Motto lauten, das jeder Verkäufer, Vermieter, Mieter oder Käufer ganz oben anstellen sollte, wenn es um die Auswahl eines geeigneten Immobilienmaklers geht. Blindes Vertrauen und Gutmütigkeit sind bei der Maklersuche zwei verdammt schlechte Berater.
Vorbehalte, Nachfragen und eine nüchterne Betrachtung aller relevanten Fakten, wie z.B. Qualifikation, Erfolge, nachprüfbare Referenzen, sind da schon deutlich besser geeignet, den voraussichtlichen Erfolg realistisch einzuschätzen.


